Digitalisierungs-Werkzeugkasten

Mit unserem Werkzeugkasten haben wir Ihnen verschiedene Tools zusammengestellt, mit denen wir mit Ihnen die Wirtschaftlichkeit Ihrer digitalen Transformation ermitteln. Unser Vorgehensmodell ist in verschiedene Schritte eingeteilt. Zu jeder Phase stellen wir Ihnen die praxisnahen Werkzeuge vor, die Ihnen helfen, Risiken und Chancen zu erkennen und Ihre Digitalisierung effektiv zu steuern.

Unser Vorgehensmodell

Wie erkenne ich die Potenziale des Unternehmens? Wo fange ich an und welches Handlungsfeld erbringt den größten Nutzen? Wie berechne ich die Wirtschaftlichkeit meiner Projekte überhaupt? Gibt es praxisnahe Methoden, mit denen ich einen Ablaufplan zur Digitalisierung meines Unternehmens entwickeln kann? Lassen sich in meinem Unternehmen besonders zeitintensive Prozessabläufe verkürzen oder automatisieren?

Diese Fragen beantwortet unser Vorgehensmodell, da wir unserer Arbeit zugrunde legen. Es ist besonders gut für kleine und mittelständische Unternehmen geeignet.

Potenzial-Analyse

Im ersten Schritt stellen wir fest, wo die Potenziale für eine Digitalisierung in Ihren Unternehmen liegen. Dazu - falls noch nicht geschehen - nehmen Sie zunächst an unserem Digitalisierungs-Check (D-C) teil, der Ihnen bei der konkreten Einschätzung Ihres Digitalisierungsgrades unterstützen kann. Ziel ist es, Ihren digitalen Reifegrad grob abzuschätzen.

Digitalisierungs-Check

Anhand ausgewählter Kategorien fragt der D-C bestimmte Unternehmensbereiche ab, um herauszufinden, ob und wie Geschäftsprozesse digital gestaltet sind. Hierbei orientiert sich der Digitalisierungs-Check an den Wertschöpfungsprozessen Ihres Unternehmens. Diese werden dabei in zehn Kategorien auf Basis des wissenschaftlich anerkannten Wertschöpfungsmodell nach Porter unterteilt. Jede Kategorie erhält dabei eine spezifische Auswertung.

SWOT-Analyse

Eine andere Methode ist die sogenannte SWOT-Analyse (Strength – Weaknesses – Opportunities – Threats). Wir helfen Ihnen dabei, eine strategische Untersuchung Ihrer Geschäftsfelder durchzuführen und anhand dessen Ihre Unternehmensstrategie zu bewerten. Dabei werden Ihre Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken aufgedeckt. Die SWOT-Analyse hilft Ihnen, Handlungsfelder zu priorisieren, um den richtigen Schritt der Digitalisierungstransformation zu gehen.

Voraussetzungen

In Verbindung mit dem Digitalisierungs-Check können die Handlungsfelder gewählt werden, die am besten zu Ihrer Geschäftsstrategie passen. Zudem unterstützen wir Sie in der Durchführung einer fundierten Markt- und Umfeldanalyse.

Fokussierung

In dieser Phase werden Ihre bevorzugten Potenziale aus der ersten Phase detailliert bewertet und priorisiert. Dabei werden die Kosten, Nutzen und Risiken gegenüberstellt, sodass Sie eine fundierte Entscheidung treffen können, welche der aufgezeigten Handlungsoptionen für Ihr Unternehmen besonders aussichtsreich erscheinen.

Zunächst erfolgt eine Einschätzung des Vorhabens anhand unserer Genauigkeitsklassifikation. Je weiter Ihr Vorhaben von Ihren aktuellen Geschäften und Systemen ist, desto ungenauer werden die Prognosen der Wirtschaftlichkeit. Hier ist es also besonders wichtig, ein Gefühl für den richtigen Weg zu bekommen.

Kostenanalyse

Die Kostenanalyse bildet die Basis der wirtschaftlichen Bewertung. Hier wird sozusagen die Grundlinie bestimmt, gegen die die nachfolgenden Nutzenbewertungen gegengerechnet werden müssen.

Alle Kosten werden ganzheitlich von der Anschaffung bis zur Entsorgung beleuchtet. Je nach Handlungsoption fallen unterschiedliche Aufwendungen an. Wir helfen Ihnen, eine Übersicht zu erhalten und keine Position zu vergessen. Anhand unserer Checkliste stellen wir eine vollständige Kostenaufnahme sicher.

Nutzen-Analyse

Die Kosten sind die unumgängliche Negativseite eines Digitalisierungsprojektes. Der Nutzen demgegenüber muss und kann nicht nur monetär zu bewerten sein. Hier gilt es alle Möglichkeiten im Überblick zu behalten. Vor allem in Vorhaben, die Neuland erschließen, wird die Unsicherheit größer und die Abwägungen schwieriger werden. Hier unterstützen wir bei der Übersicht und Strukturierung der Nutzenkategorien. Die letztendliche Entscheidungen müssen dann nach den in der ersten Phase bestimmten Zielen vorgenommen werden.

Die Struktur der Bewertung gliedert sich nach dem Maß der Unsicherheit in primären, sekundären und tertiären Nutzens.

Primärer Nutzen

Diese Beurteilung ist gewiss und relativ genau möglich. Dazu gehören zum Beispiel Kostenersparnisse durch die Reduzierung der Fertigungskosten oder auch eine Umsatzsteigerung.

Sekundärer Nutzen

Wir betrachten mit Ihnen zusammen die Komponenten Qualität, Zeit, Flexibilität und Information. Welche Kriterien bewerten Sie positiv im Rahmen der Einführung eines neuen Systems? Die Ergebnisse spiegeln im besten Falle eine Steigerung des Nutzens durch die Einführung bzw. Integration eines neuen Systems wider.

Tertiärer Nutzen

Der primäre sowie sekundäre Nutzen zeigt Nutzenkomponenten, die von außen gesehen auf das Unternehmens- und Marktumfeld relevant sind. Der tertiäre Nutzen betrachtet die innere Sichtweise. Dazu gehören zum Beispiel Mitarbeiterzufriedenheit oder eine Imageverbesserung.

Risiko-Analyse

Mit Risiken kann unterschiedlich umgegangen werden. Sie können – in Abhängigkeit der Risikotragfähigkeit Ihres Unternehmens – vermieden, abgemildert, übertragen oder akzeptiert werden. Je nach Risiko, dessen Eintrittswahrscheilichkeit sowie der potenziellen Auswirkungen helfen wir Ihnen, den richtigen Umgang mit Risiken zu wählen.

Wie erstelle ich eine Risiko-Matrix?

  1. Erstellen Sie eine Liste mit allen potenziellen Risiken.
  2. Bestimmen Sie für jedes einzelne Risiko die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die monetären und sonstigen Auswirkungen bei Eintritt des Risikos.
  3. Definieren Sie die maximale Schadensgrenze, die Sie zu akzeptieren bereit sind.
  4. Lassen Sie uns helfen, eine Risikomatrix als Basis für Ihre Entscheidung zu erstellen.

Soll-Konzept

In der Phase des Soll-Konzepts analysieren wir Ihre IT-Systemlandschaft prozessorientiert. Ausgehend von den Prozessen werden die IT-Systeme und Organisationseinheiten strukturiert erfasst. Dabei geht es nicht darum die Prozesse bis ins letzte Detail zu erfassen. Stattdessen soll die Beschreibung nur soweit durchgeführt werden bis die notwendige Transparenz erzeugt ist.

Daher nennen wir diese Methode auch die prozessorientierte Systemanalyse (PSA), mit der Sie eine verständliche Darstellung Ihrer wesentlichen Prozesse erhalten. Insbesondere Schnittstellen zwischen internen sowie externen Systemen werden identifiziert und dargelegt. Am Ende dieser Phase sind alle bewährten und neugestalteten Prozesse und Systeme in Form eines angestrebten Ziel-Zustandes spezifiziert.

Prozessorientierte Systemanalyse

Die PSA ist eine Methode zur transparenten Visualisierung von Prozessen. Mit der PSA lassen sich IT-Systeme und deren Schnittstellen sowie der Austausch von Daten transparent und verständlich aufzeigen.

Die PSA ermöglicht eine anschauliche Darstellung der bestehenden Daten- und Kommunikationsflüsse zwischen den Systemen. Dadurch lassen sich die Anforderungen an die umzugestaltende IT-Architektur, d.h. das Zusammenwirken von bestehenden und neuen Softwarekomponenten, strukturiert und nachvollziehbar erheben.

Das Besondere an unserer Methode ist, dass anhand der PSA das Soll-Konzept transparent und verständlich dargestellt werden kann. Damit wird vermieden, dass schwerwiegende Architekturfehler erst bei der Einführung eines neuen Systems erkannt werden. Andererseits werden in der PSA bewusst manche Details noch nicht festgelegt, so dass diese dann agil an auftretenden Hürden angepasst werden können, die in der Regel während der Transformation auftreten. Wir stellen also sicher, dass der Prozess soweit durchdacht ist, dass das Grundgerüst passt und Sie trotzdem so flexibel sind, dass Wechselwirkungen beim Change-Prozess mit integriert werden können.

Realisierung und Einführung

Potenziale werden entdeckt, priorisiert, transparent dargestellt und anschließend realisiert. Die Realisierung von neuen Tools oder Systemen findet in dieser Phase statt. Dabei spielt der richtige Umgang mit der Veränderung eine wesentliche Rolle. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Veränderung erfolgreich planen, gestalten und durchführen können. Dabei nutzen wir die agile Projektmethode SCRUM.

Scrum-Methode

Die SCRUM-Methode ist eine agile Projektmanagementmethode. SCRUM kommt aus dem Englischen und bedeutet „angeordnetes Gedränge“. Mithilfe dieser Methode wird ein Projektziel in kleinen Teilschritten verfolgt. Hier steht vor allem die Teamarbeit und der flexible Umgang mit Wechselwirkungen im Prozess im Vordergrund. Die Teams bestehen aus fünf bis zehn Mitgliedern.

Der Product Owner vertritt die Stakeholder (Auftraggeber, Endkunden usw.) und managt das Product Backlog. Zu Beginn eines Sprints legt der PO zusammen mit dem Team die Aufgaben fest, die als nächstes erledigt werden sollen. Zudem wird eine Definition of Done formuliert, also wann eine Aufgabe als erledigt gilt.

Der SCRUM Master sorgt für eine reibungslose Organisation und optimale Rahmenbedingungen für die Zielerreichung der Teams. Der SM führt nach jedem Sprint eine Retrospektive durch, durch die das Team lernt, die eigenen Abläufe zu optimieren.

Das Team selbst fokussiert sich auf die Erledigung der Teilziele. Die aktuellen Aufgaben und dessen Anforderungen leitet das Team aus dem Product Backlog ab.

Die Projektarbeit wird in einzelne Sprints unterteilt, die 2-4 Wochen dauern. Diese werden geplant (Review), durchgeführt und am Ende retrospektiv betrachtet. Nach dem letzten Sprint sollte das Gesamtprojekt abgeschlossen sein.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen SCRUM Prozess nutzen können. SCRUM-Zertifizierungskurse führen wir nicht durch.

Change-Management

Die digitale Transformation geht nicht spurlos am Selbstverständnis von Führung vorbei. Wir zeigen auf, wie wichtig das Umdenken auf Führungs- und Mitarbeiterebene ist, um reibungslos im ganzen Team die Digitalisierung durchzuführen. Dabei spielt das Change-Management eine große Rolle.

Change-Management

Was bedeutet Change-Management?

  • Veränderungsprozesse planen, gestalten und durchführen
  • Transparenz von Systemanalyse ist die Basis für die Implementierung
  • Integration der Mitarbeitenden und Führungskräfte
  • Einbringung von Wissen und Fähigkeiten
  • Lösung von offenen Fragen sowie Vorstellung der Wünsche und Ideen

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Digital Leadership

Der digitale Wandel sowie der hohe Bedarf an Anpassung an die globalen und ökologischen Herausforderungen verlangen von den Unternehmen eine immer höhere Flexibilität und Innovationsfähigkeit. Das verändert auch das Management und die Unternehmensorganisation

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Werden Sie unser Projektpartner

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kiel begleitet Sie bei der Umsetzung von konkreten Projekten. Unser Kompetenzteam klopft Ihr Projekt auf seine Wirtschaftlichkeit ab.

Unternehmenssprechstunde

In unseren Sprechstunden können Sie uns zunächst unverbindlich kennenlernen und erste Einblicke in die vorgestellten Themenbereiche erhalten.

Zu den Terminen

Wirtschaftlichkeitsanalyse

Sie planen die nächste Schritte Ihrer digitalen Transformation? Unser Kompetenzteam unterstützt Sie bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit Ihres Projektes.

Ihre Ansprechpartner*innen

Ihr Kompetenzteam im Bereich Wirtschaftlichkeit

Prof. Dr. André Köhler
Teilprojektleiter

Prof. Dr. André Köhler

Deborah Henkels
Wirtschaftlichkeit

Deborah Henkels
Telefon: 0451 300 5711

Rami Hamdo
Wirtschaftlichkeit

Rami Hamdo
Telefon: 0451 300 5711

Lisa Neumann
Wirtschaftlichkeit

Lisa Neumann
Telefon: 0451 300 5711