Daten richtig vernetzen, Big Data und Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz für den Mittelstand

Vor einem Jahrzehnt erlebte Künstliche Intelligenz (KI) ihr Comeback. Große Datenmengen, das Internet und moderne Computerhardware haben ganz neue Einsatzgebiete für KI erschlossen. Seitdem ist die Technologie aus öffentlichen Diskussionen nicht mehr wegzudenken. Trotzdem kommt KI im Mittelstand noch wenig zum Einsatz. Ideen und Anregungen, wie auch Ihr Unternehmen davon profitieren kann, erhalten Sie im Video.

Was ist KI?

Definitionen für KI gibt es viele. Künstliche Intelligenz kommt zum Einsatz, wenn der Computer Probleme lösen oder Aufgaben übernehmen soll, die sonst ein Mensch bearbeiten würde. Die Methoden dazu sind ebenso vielfältig wie unterschiedlich - wie in der nebenstehenden Grafik zu sehen ist. Heutzutage ist vor allem das maschinelle Lernen sehr nachgefragt. Dabei ist der Computer in der Lage, durch beispielhafte Daten Zusammenhänge selbstständig zu lernen. Ganz konkret könnte er so z.B. die Wörter identifizieren, die charakteristisch für Spam in E-Mails sind. Ein Teilgebiet des Maschinellen Lernens ist das Deep Learning, für das noch kein deutscher Begriff existiert. Es nutzt tiefe Neuronale Netze, um auf der Grundlage von Daten Vorhersagen oder Handlungsempfehlungen auszusprechen.

Was ist ein künstliches Neuronales Netz?

Der Begriff entlehnt sich aus der Biologie. Bei einem künstlichen Neuronalen Netz (KNN) ist das Neuron eine mathematische Formel, die einen Input verarbeitet und daraus einen Output generiert. Die Werte der Formel werden dabei durch die Ausgangsdaten definiert. Viele Neuronen ergeben ein künstliches Neuronales Netz (KNN).

KI – mehr als ein Hype

Die Verfügbarkeit großer Datenmengen, neuartiger Lernverfahren und moderner Computerhardware haben zu einer deutlichen Verbesserung traditioneller KI-Systeme geführt. Die rasante Entwicklung der KI-Technologie führte zu großen Fortschritten in Wissenschaft und Industrie. Vor allem auf natürlichen Daten wie Bildern, Videos und Audiodateien sind die neuen Algorithmen sehr erfolgreich. Aber auch in der Textverarbeitung und bei komplexen Spielen - wie dem asiatischen Brettspiel GO - schlägt sich KI bereits hervorragend. Von einer echten Intelligenz kann dabei nicht gesprochen werden, denn die KI versteht nicht, was sie tut. Es handelt sich um Eingabe – Ausgabesysteme, die Muster in Daten verarbeiten können. Trainiert man ein neuronales Netz darauf, Hunde und Katzen in Bildern zu unterscheiden, kann es eben nur diese Aufgabe erfüllen.

Wie stark ist KI?

Unter einer „starken“ Künstlichen Intelligenz versteht man KI-Systeme, die die gleichen intellektuellen Fertigkeiten wie der Mensch haben oder ihn darin sogar übertreffen können. Die „schwache“ KI ist fokussiert auf die Lösung konkreter Anwendungsprobleme, wobei die entwickelten Systeme durchaus zur Selbstoptimierung fähig sind.

Zurzeit unterstützt schwache KI Arbeitsabläufe in Unternehmen. Weil sie auf eine Aufgabe fokussiert bleibt, muss die KI für jede Aufgabe einzeln trainiert werden, was zu Wartungsaufwand führt, wenn sich die Aufgabe oder die Datenlage mit der Zeit ändern. Dennoch lohnen sich diese Systeme, weil sie den Menschen bei sich wiederholenden Tätigkeiten auf vielfältigste Art assistieren können.

Hohe Relevanz für den Mittelstand

KI wird Prozesse in vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie deren Geschäftsmodellen nachhaltig transformieren. Daten dienen als Ressource, um neues Wissen daraus abzuleiten und Handlungsempfehlungen auszusprechen oder sogar Prozesse zu steuern. Mittelfristig wird Künstliche Intelligenz die Menschen bei der Arbeit unterstützen und langfristig ganz neue Betätigungsfelder schaffen.

KI aktiv oder passiv nutzen

Um auf diese Webseite zu gelangen, haben Sie wahrscheinlich die Suchmaschine von Google verwendet. Dabei haben Sie eine Künstliche Intelligenz passiv genutzt, denn Sie haben auf den KI-Service von Google zurückgegriffen. Sie können sich entscheiden, diesen Weg auch aktiv mit Ihrem Unternehmen zu gehen. So können Sie Ihre Bilddaten, Texte, Datenbanken oder Sensordaten auswerten, ohne über ein eigenes Informatik-Team zu verfügen. Oder aber Sie trainieren ihr eigenes KI-System auf einem PC und haben damit eine eigene Lösung, die für ihren speziellen Problemfall passt.