Medizintechnik digital

Digitalisierung in der Pflege

Die Digitalisierung kann auch Ihre Mitarbeitenden in der Pflege unterstützen. Das Angebot kann dabei von Hebehilfen in Form von Robotern bis hin zu digitalen Tools für die Dokumentation reichen.

Was bedeutet Digitalisierung in der Pflege?

Durch den demographischen Wandel steigt die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland kontinuierlich an. Pflegedienstleister und Zulieferer stehen aktuell vor großen Herausforderungen, da immer mehr Personen auf ihre Arbeit angewiesen sind, während die Anzahl der Mitarbeiter*innen immer weiter abnimmt.

Durch verschiedene Ansätze der Digitalisierung kann dieser Herausforderung begegnet werden. Hierzu werden bestehende Abläufe und Prozesse in der Pflege digital optimiert, um das Pflegepersonal langfristig bei der Arbeit zu entlasten. Das bedeutet nicht, dass Pflegepersonal durch den Einsatz von Technologie ersetzt wird. Stattdessen kann Technologie bei der Durchführung bestimmter Aufgaben assistieren oder einfache und repetitive Aufgaben übernehmen.

Anwendungsszenarien

Die Anwendungsgebiete der Digitalisierung in der Pflege sind vielfältig. Wir haben Ihnen hier einige Beispiele aufgelistet.

Patientenmonitoring & Assistenz

Pflegekräfte können nicht pausenlos alle ihre Patient*innen betreuen. Damit Patient*innen in Problemsituationen nicht auf sich allein gestellt sind, gibt es neben aktiven Systemen, wie z.B. Notruf-Armbändern auch die Möglichkeit passive Systeme, wie z.B. Matten einzusetzen, die Stürze detektieren können und daraufhin einen Alarm auszulösen. Darüber hinaus ist es durch entsprechende Systeme auch möglich einfache Vital-Parameter oder die Position im Gebäude zu detektieren und bei definierten Werten oder dem Verlassen eines Bereiches jemanden zu informieren.

Zudem kann die Robotik die Pflegekräfte bei körperlich anstrengenden Aufgaben unterstützen. Dies kann zu einer deutlichen Senkung von beruflich bedingten Erkrankungen wie Rückenleiden führen.

Dokumentation entlasten

Umfangreiche und korrekte Berichte sind notwendig, um die Patient*innen optimal zu versorgen. Das ist besonders dann wichtig, wenn Personen von mehreren Pflegekräften unterstützt werden, was in der Praxis häufig der Fall ist. Entsprechend macht die Dokumentation einen wesentlichen Teil des Arbeitsalltags einer Pflegekraft aus. Diese Dokumentation erfolgt häufig erst handschriftlich und wird dann zu einem späteren Zeitpunkt in ein digitales System übertragen und so entsteht doppelte Arbeit für die Pflegekräfte. Geeignete digitale Systeme können die Pflegekräfte hier durch papierlose Dokumentation unterstützen.

Durchführung von Schulungen und Besprechungen

In der ambulanten Pflege arbeiten viele Mitarbeitende außer Haus. Dadurch können Teambesprechungen zeitaufwendig in der Planung sein. Insbesondere kleinere Themen können auch im Rahmen einer kurzen Videokonferenz besprochen werden, zu der auch Pflegekräfte im Außendienst zugeschaltet werden können. Hierzu müssen allerdings die notwendigen technologischen Voraussetzungen geschaffen werden.

Ebenfalls ist es denkbar, Schulungen mit eLearning-Elementen zu unterstützen.

Ihr Kompetenzteam

Prof. Dr. Martin Leucker
Teilprojektleiter Medizintechnik

Prof. Dr. Martin Leucker

Nikolas Knickrehm
Vernetzung und IT-Sicherheit

Nikolas Knickrehm
Telefon: 0451 3101 6525

David Caraveo
Medizintechnik

David Caraveo