Das vernetzte Unternehmen: Der Digitale Zwilling

Vernetzte Daten bergen hohe Potenziale für kleine und mittelständische Unternehmen. Mit ihnen lassen sich Maschinen pflegen, Produktionsprozesse optimieren und Kundenwünsche sowie Trends schneller erkennen. Doch wie funktioniert ein vernetztes Unternehmen?

Was ist ein vernetztes Unternehmen?

Ein vernetztes Unternehmen nutzt Daten aus allen zugänglichen, vernetzten Quellen (Menschen, Systeme, Internet der Dinge) innerhalb und außerhalb des Unternehmens, um verschiedene Bereiche zu analysieren und zu optimieren. Dazu gehören unter anderem Geschäftsprozesse, betriebswirtschaftliche Funktionsbereiche, Maschinen oder auch Beziehungen zu Kunden und Lieferanten.

Dabei unterstützt wird das Unternehmen von moderner Informations- und Kommunikationstechnik. Das heißt, auch der Einsatz von disruptiven Technologien, also Neuerfindungen, die alte Technik ablösen, kann hier eine tragende Rolle spielen. Vom Internet of Things (IoT) über Digitale Zwillinge bis hin zur Künstlichen Intelligenz - richtig eingesetzt helfen sie mit, das Unternehmen zu formen und im Wettbewerb damit anderen einen Schritt voraus zu sein.

Was ist ein digitaler Zwilling?

Einen richtigen Schritt Richtung vernetztes Unternehmen ermöglicht der Einsatz von Digital Twins. Diese digitalen Zwillinge sind virtuelle Abbildungen von realen Objekten und Prozessen. Als Prototypen der Industrie 4.0 gelten sie als vielversprechende Technologie, die in den nächsten Jahren aus der Wirtschaft nicht mehr wegzudenken sein wird. Und das zurecht, denn mit dem Zwilling lassen sich nicht nur Produktdesigns ressourcenschonend simulieren und Szenarien virtuell durchspielen - auch die Analyse ganzer Produktionsprozesse wird auf diese Weise möglich.

Der Zwilling funktioniert - aber wie?

Um die digitale Abbildung umzusetzen, benötigten Sie Sensoren, die in der Regel in Echtzeit mit der realen Welt in Verbindung stehen. Das kann zum Beispiel ein Vibrationssensor sein, wie er gerade von unserem Team entwickelt wird. So sind Sie in der Lage, Daten über Zustände und Verhalten des jeweiligen Ziels zu sammeln (z.B. von Maschinen oder Bedarfsflüssen) und anschließend in einer Cloud zu speichern. Verarbeitet werden die Informationen anschließend mithilfe einer erweiterten Analyse (Big Data). Die Ergebnisse können dann digital dargestellt werden.

Der Zwilling in Aktion - Anwendungsfälle

Der Digitale Zwilling kann auf vielfältige Weise angewendet werden. Wir wollen Ihnen hier einige konkrete Beispiele vorstellen.

Effiziente Produktionsplanung

Möchten Sie den Überblick über die Gesamtheit aller Produktionsprozesse behalten, bietet sich die Erstellung digitaler Abbilder an. Nicht nur die Ursache von bereits bestehenden Produktionsproblemen kann auf diese Weise schneller ausfindig gemacht werden. Auch die Prognose von potentiellen Herausforderungen und die proaktive Wartung von Produktionsanlagen werden ermöglicht. Zum Beispiel durch den Einsatz eines Condition Monitorings. Erkennt man Probleme der Anlage früh, können die Prozesse flüssig weiterlaufen und die Haltbarkeit der Maschinen wird im besten Fall verlängert.

Der vernetzte Transportwagen

Transportwagen können nicht nur Gegenstände befördern. Gekonnt eingesetzt sind sie in der Lage, über digitale Vernetzung kontrolliert zu werden und so Fertigungsprozesse effizient zu optimieren. Dabei hilft eine genaue Ortung der Geräte, um Standzeiten der Transportwagen festzustellen. Das Ermitteln dieser Standzeiten geschieht durch die Verwendung optischer Verfahren wie QR-Codes oder Signallaufzeitmessung. Befindet sich der Transportwagen zu lange an einem Ort, kann der Grund hierfür mittels Taster zurückgemeldet werden.

Zum Erlebnisraum

Smart City

Ebenfalls interessant sind die digitalen Zwillinge bei Smart City Konzepten. So hat die Stadt Göteborg einen digitalen Zwilling ihrer Stadt, um zum Beispiel Katastrophenszenarien oder die Auswirkungen des Klimawandels zu simulieren und daraus politische Entscheidungen abzuleiten. Auch in anderen Bereichen wie zum Beispiel im Verkehrswesen können digitale Zwillinge angewendet werden.

Zum Blogartikel

Ihr Kompetenzteam in Sachen Vernetzung und Ortung

Die Nutzung von Digital Twins ist nur eine von vielen Möglichkeiten auf dem Weg zum vernetzten Unternehmen. Stehen Sie noch am Anfang, möchten das Thema noch besser verstehen oder erste Ideen zum Thema entwickeln?

Kompetenzteam "Vernetzung und Ortung"

Kompetenzteam "Maschinenbau"

Prof. Dr. Horst Hellbrück
Drahtlose Ortung & Vernetzung

Prof. Dr. Horst Hellbrück

Marco Cimdins
Vernetzung und Ortung

Marco Cimdins
Telefon: 0451 300 5631

Swen Leugner
Vernetzung und Ortung

Swen Leugner
Telefon: 0451 300 5692

Mensch Roboter Kollaboration, Condition Monitoring

Peer Lüthje
Telefon: 04312102869