Digitalisierung im Handwerk: Werkzeuge verwalten

  • Experten-Stimme

Über den Computer herausfinden, wo sich gerade das Spezialwerkzeug befindet. Schnelle Abstimmung zwischen den Kollegen und bessere Koordination. Das ist nicht nur mit dem Smartphone möglich, sondern auch durch digitale Hardware, wie Sensoren und Ortungstechnologien. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese Sensoren eingesetzen können.

Geräte orten

Baustellenmamangent und die Koordination der Kollegenschaft, Maschinen und Werkzeuge ist eine Herausforderung für Handwerksbetriebe. Vor allem im Tagesgeschäft. Je nach Planung haben verschiedene Monteur*innen die benötigten Werkzeuge an verschiedenen Orten bei unterschiedlichen Kund*innen. Eine von Hand geführte Liste stößt da schnell an ihre Grenzen, denn wird spontan eine Maschine benötigt, so kostet es viel Zeit, wenn das gewünschte Gerät gar nicht mehr am Standort ist, sondern durch Telefonate erst wiedergefunden werden muss. Genaue und aktuelle Daten würden die Koordination erheblich vereinfachen. Dies kann zum Beispiel durch eine Ortungstechnologie erfolgen, wie sie auch schon beim iPhone angewandt wird. Ein weiterer Pluspunkt: Auch der Diebstahl von Geräten wird dadurch erschwert.

Überwachung von Trocknung und Einbruchschutz

Ein weiteres mögliches Einsatzszenario ist die Überwachung der Luftfeuchtigkeit durch Sensoren, um z.B. die Bautrocknung zu überprüfen und so zügig weitere Schritte einzuleiten. Zusätzlich lassen sich die Türen der Baucontainer überwachen, um bei Unregelmäßigkeiten schnell den Sicherheitsdienst zu kontaktieren.

Um die Daten aus den Sensoren nutzen zu können, müssen Sie per Funk weitergegeben werden.

Wie wird die Vernetzung umgesetzt?

Mittels der Funktechnik Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) werden die von den Sensoren gesammelten Daten an ein Gateway geschickt. Dieses überträgt dann die Daten über das Internet auf ein Dashboard. Durch die hohe Reichweite des LoRaWAN von bis zu 10 Kilometer kann ein einzelnes Gateway ganze Straßen abdecken. Die Betriebsleitung muss dann nur noch die Daten auf der visuelle Maske analysieren und kann bei Bedarf sofort feststellen, wo sich einzelne Geräte befinden oder ob der Bauwagen abgeschlossen wurde.

Der Nutzen

  • Einfache Vernetzung von drahtlosen Sensoren zur Positionsbestimmung von Geräten und Werkzeugen zur besseren Koordination
  • Überwachung der Restluftfeuchtigkeit bei Sanierungsmaßnahmen
  • Monitoring von offenen stehenden Türen zu Vermeidung von Einbrüchen
  • Einfache Adaptierung auf andere Prozesse möglich

Ich interessiere mich dafür - Wo bekomme ich weitere Informationen?

Sie wollen Sensoren in Ihrem Betrieb einsetzen? Die Expert*innen des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Kiel unterstützen Sie kostenlos.

Das bieten wir Ihnen

  • schnellen Zugang zu der Technologie
  • Eine Plug-and-Play-fähige Infrastruktur, bei der wir das Gateway, den Server sowie erste Sensoren temporär zur Verfügung stellen
  • Unterstützung bei der Einbindung der Sensordaten in ein Dashboard

Ansprechpartner

Prof. Dr. Horst Hellbrück
Drahtlose Ortung & Vernetzung

Prof. Dr. Horst Hellbrück

Swen Leugner
Vernetzung und Ortung

Swen Leugner
Telefon: 0451 300 5692

Marco Cimdins
Vernetzung und Ortung

Marco Cimdins
Telefon: 0451 300 5631