NGD mbH - Trainings interaktiv und motivierend – das geht auch online

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Umstieg von Präsenz-Weiterbildungen auf Online-Formate: Mit Unterstützung des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kiel stellt die Personalentwicklung der Gruppe Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie (NGD) ihre Weiterbildungsangebote auf Online-Formate um.

Seit Jahren wird in der Weiterbildung verstärkt von einem Lernkulturwandel gesprochen. Zum einen getrieben durch die Informationstechnologien, zum anderen aber auch ganz stark durch veränderte Bedingungen im Arbeitsleben und im Alltag. Digitales Lernen ist für viele selbstverständlich. Aber eben nicht für alle. „Gerade in dem sozialen Umfeld, in dem wir tätig sind, haben Präsenzveranstaltungen einen extrem hohen Stellenwert“, betont Ingo Kruse, Referent für Personalentwicklung bei der NGD. „Der persönliche Austausch und das Miteinander sind fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur und somit auch unserer Angebote.“

Und dann kam Corona und damit einhergehend eine enorme Umstellung vom Arbeitsalltag vor Ort auf eine digitale Arbeitswelt im Homeoffice. Für die NGD kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken – ganz im Gegenteil: Ingo Kruse nutzt diese Zeit als Chance, sich intensiv mit digitalen Formaten und den Möglichkeiten auseinander zu setzen, um die Personalentwicklung optimal auf die veränderten Rahmenbedingungen anzupassen.

Im Dschungel der Tool-Vielfalt

Ganz konkret ging es im ersten Schritt darum, ein in Präsenzform geplantes Führungskräftetraining auf ein Online-Format umzustellen. Doch welches Tool nutzt man? Was muss so ein Tool können? Und wie leicht und intuitiv ist so etwas für die Anwender bedienbar? Fragen über Fragen, bei denen das M4KK zur Seite stand. Nach einem ersten Austausch stand das gemeinsame Ziel – pragmatisch und auf kurzen Wegen ein Lösungsszenarium zu entwickelt – fest. Die Anforderungen und Wünsche von Seite der NGD wurden aufgenommen und darauf basierend Tools analysiert und eine Vorauswahl zur Ansicht und zum Testen getroffen. Neben dem Thema Datenschutz, standen vor allem Wünsche nach Funktionsvielfalt (Breakout-Rooms, Polling, Screen Sharing, virtuelle Gesten oder Whiteboards) und einem nichtkommerziellen Tool im Vordergrund. Überzeugt hat letztendlich das Open-Source-Webkonferenzsystem BigBlueButton. Bereits Anfang Mai konnten mit Unterstützung des M4KK die ersten Veranstaltungen abgehalten werden.

Ein Tool allein macht es nicht

Auf den ersten Blick klingt es ganz einfach: Die NGD hat sich für eine technische Lösung entschieden und los ging‘s. „Das war allerdings erst der Anfang“, betont Ingo Kruse. Betrachtet werden mussten die technische Ausstattung, die konzeptionelle Aufbereitung der Inhalte und der Faktor Mensch.

  • Technische Ausstattung
    Online-Trainings leben vom Austausch sowohl zwischen Trainer*innen und Teilnehmer*innen als auch der Teilnehmenden untereinander. Idealerweise können sich alle per Webcam sehen und per Audio miteinander sprechen. „Nicht jeder Rechner hatte eine freigeschaltete Webcam“, so Ingo Kruse. „Wir haben bis dato gar nicht den Bedarf dafür gesehen.“ Auch gab es keinen flächendeckenden Einsatz von Notebooks. „Wir haben jetzt einen ersten Impuls erhalten und für die Veranstaltungen kurzfristig reagiert. Grundsätzlich muss jetzt die Ausstattung für die Zukunft überdacht werden“, so das Fazit der NGD.
  • Die konzeptionelle Aufbereitung
    Die ersten Trainings wurden sowohl mit einem externen als auch internen Moderator im Duo durchgeführt. „Es war super“, betont Ingo Kruse. Natürlich hat nicht alles auf Anhieb geklappt – die Breakout-Sessions waren beispielsweise im Nachhinein betrachtet zu kurz. „In einem Präsenzworkshop hätten wir hier flexibel reagieren können. Die Breakout-Sessions endeten entsprechend der Zeitvorgabe automatisch und ließen keinen Spielraum. Hier müssen wir noch Erfahrungswerte sammeln. Die Möglichkeiten und Potenziale für die Personalentwicklung sind aber mehr als gegeben.“ So werden die Online-Angebote auch zukünftig ein Baustein in der Personalentwicklung sein.
  • Faktor Mensch
    Für die Teilnehmer*innen der Workshops war diese Form der Weiterbildung neu. Sie zeigten sich begeistert, dass die NGD Alternativen zur Durchführung bot. Die Neugierde und Experimentierfreude überwogen und über kleine „Unwägbarkeiten“ (das Einloggen wollte nicht auf Anhieb klappen) wurde hinweggesehen. Das Ausprobieren und Arbeiten in geschützten Räumen ermöglichte individuelles Coaching, so dass auch der persönliche Austausch gewährleistet war.

Effizienz und Nachhaltigkeit durch gute Zusammenarbeit

Der Kontakt zum M4KK erfolgte für die NGD auf Empfehlung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), die bereits mit dem Kompetenzzentrum zusammenarbeitet. „Wir - Ingo Kruse und ich - haben uns per Zufall zu Beginn der Corona-Krise darüber unterhalten, wie man einfach und sicher aufs Arbeiten im Homeoffice umstellt, wie man die Mitarbeitenden miteinander verbindet und wie die Arbeit aufrechterhalten werden kann“, so Nikolas Stephanek von der BGW. Schnell kristallisierte sich heraus, dass die NGD Unterstützung benötigt. Aufgrund der positiven Erfahrungswerte wurde an das Team des M4KK verwiesen. Und nach einem ersten Kennenlernen wurde direkt in die Projektphase eingestiegen. Schließlich erforderten die Projektrahmenbedingungen Schnelligkeit und Flexibilität. „Die Zusammenarbeit war toll“, bringt es Ingo Kruse auf den Punkt. „Das Team überzeugte nicht nur durch Kompetenz, sondern auch durch Verlässlichkeit, schnelle Erreichbarkeit und eine gute technische Begleitung bei der ersten Durchführung.“

Die Impulse und Erfahrungswerte, die die NGD durch das Projekt gewonnen haben, haben zur Bildung einer Projektgruppe bei der NGD geführt. Ihre Aufgabe ist es, eine langfristige und zukunftsweisende Lösung im eigenen Hause zu entwickeln und etablieren.

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