Grand Hotel Seeschlösschen: Kontaktnachverfolgung mit LoRaWAN

  • Erfolgsgeschichte
  • Grand Hotel Seeschlösschen GmbH & Co. KG
  • 60-100 Mitarbeitende
  • Tourismus
  • Transferprojekt

Das Grand Hotel Seeschlösschen suchte zusammen mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kiel (M4KK) nach einer Lösung, mit der eine elektronische Kontaktnachverfolgung auch in Bereichen umgesetzt werden kann, in denen ein Smartphone ungeeignet ist.

Mit der zunehmenden Digitalisierung spielen mobile Endgeräte eine immer größere Rolle. Egal ob eTicket für die Bahn, Impfpass oder Kontaktnachverfolgung, in vielen Bereichen ist das Smartphone nicht mehr wegzudenken. Doch es gibt Orte, an denen das Gerät an seine Grenzen stößt oder sogar unerwünscht ist. So zum Beispiel im Schwimmbad oder in der Sauna.

Daher suchte das Grand Hotel Seeschlösschen in Timmendorfer Strand nach einer Lösung, um seinen Gästen die elektronische Kontaktverfolgung so einfach und kundenfreundlich wie möglich zu machen. Die Experten des M4KK schlugen ein Konzept vor, das moderne Funktechnologien mit in die Überlegungen einbezog.

Elektronische Kontaktnachverfolgung ohne Smartphone

Die Lösung ist relativ simple. Den Gästen des Hotels werden Chipkarten, Anhänger oder Bändchen ausgegeben, mit denen sie sich an ihrem jeweiligen Aufenthaltsort über ein Terminal ein- und auschecken können. Das Lesegerät versendet die Daten anschließend über die Funktechnologie LoRaWAN an ein Erfassungssystem, wo diese gespeichert werden. Dafür wurden LoRaWAN-Zugriffspunkte und Sensoren installiert sowie ein Dashboard erstellt.

LoRa-WAS?

LoRaWAN ist eine Technologie aus dem Bereich des sogenannten Internets der Dinge. Es steht für Long Range Wide Area Network, also einem Funknetzwerk aus Geräten, die sich durch hohe Reichweite und niedrigen Energieverbrauch auszeichnen. Das bedeutet in Zahlen: bis zu 10 km Reichweite und Batterielaufzeiten von bis zu 2 Jahren. LoRaWAN-Geräte, die Daten erfassen werden LoRaWAN-Sensoren genannt.

So funktioniert LoRaWAN

Wenn Sie einen LoRaWAN-Sensor einschalten, wählt er sich zunächst in Ihr LoRaWAN-Netzwerk über ein Gateway ein. Dazu müssen in Ihrem Netzwerk Authentifizierungsschlüssel bekannt sein. Diese Verbindung zwischen Netzwerk und Sensor übernimmt ein LoRaWAN-Netzwerkserver. Ist dem Netzwerkserver der Sensor bekannt, können die Sensordaten entschlüsselt werden und es geht los.

Was kann ich mit LoRaWAN alles verbinden?

Da LoRaWAN eine Funktechnologie ist, können Sie eine Vielzahl von Sensoren mit einem oder mehreren Anwendungen verbinden. Welche Sensoren für Ihren Anwendungsfall geeignet sind, hängt stark von Ihrem Anwendungsfall ab. Suchen Sie daher gerne das Gespräch mit unseren Fachexperten. Sensoren können z.B. Temperaturen, Bewegungen, Feuchtigkeit und viele andere Dinge messen.

Funktechnologien im Tourismus

Im Tourismus können Funktechnologien und Sensoren nützlich sein, um zum Beispiel die Auslastung des Spa-Bereichs oder Essenssaals zu messen. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten für Services, die den Komfort der Gäste erhöhen. LoRaWAN eignet sich hierfür besonders gut, da die Geräte einfach zu installieren sind. Im Grand Hotel Seeschlösschen werden u.a. LoRaWAN-fähige Zwei-Wege-Lichtschranken verwendet.

Ausblick

Das Grand Hotel konnte durch das Projekt mit dem M4KK die Technologie im täglichen Betrieb ausprobieren, ohne eine komplette Installation der Systeme durchführen zu müssen. Dadurch kann das Unternehmen jetzt entscheiden, welche der vorgestellten Ansätze für einen späteren Einsatz im Hotel interessant sind.

Ansprechpartner

Swen Leugner
Vernetzung und Ortung

Swen Leugner
Telefon: 0451 300 5692

Und was können wir für Sie tun?

Sie überlegen, ob das Thema Vernetzung für Ihr Unternehmen relevant ist? Derzeit nutzt das M4KK den „Smart City-Koffer“, den Sie auf einer Labtour oder während eines unserer zahlreichen Seminare kennenlernen können. Die Expert:innen vom M4KK sind gerne für Sie da. Sprechen Sie uns einfach an. Wir freuen uns auf Sie!