Gebäude-Monitoring durch vernetzte Daten

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Schimmel in Mietwohnungen. Bausubstanzschäden. Teure und irreversible Schäden lassen sich oft vermeiden, wenn sie früh erkannt werden. Doch vor allem Wohnbaugesellschaften und Hausverwaltungen sind auf die Informationen ihrer Mieter*innen angewiesen, um aufkommende Probleme rechtzeitig zu erkennen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ganz einfach ein digitales Gebäude-Monitoring aufbauen können.

Vernetzung im Gebäude-Monitoring

Der Substanzschutz von vermieteten Gebäuden ist eine große Herausforderung für Wohnungsbaugesellschaften und Hausverwaltungen. Mieter*innen werden beim Einzug zwar auf das richtige Lüften und Heizen hingewiesen, jedoch wird dies nicht immer richtig umgesetzt. Folgen wie die Verschlechterung der Mietsache und Schimmel können daraus resultieren. Auch die Substanz von Dachböden und Kellerräume sowie den Lagerräumen kann unter falschen, raumklimatischen Bedingungen über einen längeren Zeitraum beschädigt werden. Ein weiteres Problem ist das Einbruchsrisiko durch offenstehende Türen, z.B. bei gemeinsam genutzten Räumen wie Waschküchen oder Fahrradkeller.

Vernetzte Messungen mittels Sensoren

Mittels Sensoren lassen sich diese Faktoren messen. Zum Beispiel die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit oder auch, ob Türen geschlossen sind. Jedoch müssen die Daten teils manuell abgerufen und anschließend ausgewertet werden.

Um dieses aufwendige Ablesen der Sensoren zu umgehen, können sie über eine Funktechnologie drahtlos miteinander vernetzt werden. Diese Daten werden dann über eine längere Strecken übertragen, zum Beispiel direkt in die Geschäftsstelle der Wohnungsbaugesellschaft oder Hausverwaltung.

Wie wird die Vernetzung umgesetzt?

Das Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) ist eine Technologie, die eine Übertragung von Funk über längere Strecken möglich macht. Sie wird genutzt, um die drahtlose Kommunikation zwischen den Sensoren und einem Gateway zu ermöglichen. Die Gateways schicken dann über das Internet die Datenpakete an den Computer der Wohnungsbaugesellschaft. Durch den geringen Infrastrukturaufwand und die hohe Reichweite von ca. 10 km pro Gateway bietet sich LoRaWAN für batteriebetriebene Sensoren an. Ein Gateway reicht also aus, um eine ganze Straße inklusive der Keller über Funk abzudecken.

Der Nutzen

  • Einfache Vernetzung von drahtlosen Sensoren zum Monitoring der Bausubstanz
  • Dadurch frühzeitiges Erkennen von Problemen wie beispielsweise Feuchtigkeit
  • Monitoring von offenen stehenden Fenstern und Türen zur Minimierung von Einbrüchen
  • Einfache Adaptierung auf andere Prozesse möglich

Das interessiert mich - wo bekomme ich mehr Informationen?

Sie wollen ein Gebäudemonitorierung mit Fachexperter*innen umsetzen? Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kiel unterstützt Sie gern.

Das bieten wir Ihnen:

  • Schnellen Zugang zu der Technologie
  • Eine Plug-and-Play-fähige Infrastruktur, bei der wir das Gateway, den Server sowie erste Sensoren temporär zur Verfügung stellen.
  • Unterstützung bei der Einbindung der Sensordaten in ein visuelles Dashboard

Ansprechpartner

Prof. Dr. Horst Hellbrück
Drahtlose Ortung & Vernetzung

Prof. Dr. Horst Hellbrück

Swen Leugner
Vernetzung und Ortung

Swen Leugner
Telefon: 0451 300 5692

Marco Cimdins
Vernetzung und Ortung

Marco Cimdins
Telefon: 0451 300 5631