Einblick in die Digitalisierung des Friedrich-Ebert-Krankenhauses in Neumünster

  • Erfolgsgeschichte

Die FEK - Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster GmbH ist ein Akutkrankenhaus mit dem Auftrag der Schwerpunktversorgung. Es bietet den Patient*innen eine umfassende medizinische und pflegerische Versorgung, die durch belegärztliche Leistungsangebote und medizinische Kooperationsverträge ergänzt und abgerundet wird. So verfügt das FEK über 646 Betten.

In seinem Einzugsgebiet, zu dem die kreisfreie Stadt Neumünster und weite Teile der angrenzenden Kreise gehören, behandelt das FEK jährlich rund 26.000 Patient*innen voll- und teilstationär sowie mehr als 55.000 Patient*innen ambulant. Als akademisches Lehrkrankenhaus kooperiert es mit den medizinischen Fakultäten des UKSH Kiel und der Universität Hamburg.

Aktuelle Projekte sind unter anderem die Zertifizierung als Gefäßzentrum, der Ausbau mikroinvasiver Therapieansätze sowie der Aufbau des E-Learning Angebots für die Mitarbeitenden.

In der FEK-Unternehmensgruppe wurden schon verschiedene digitale Lösungen eingeführt, die gleichermaßen einer Qualitätsverbesserung der Services sowie einer Arbeitserleichterung für die Mitarbeitenden dienen. In der Küche des Krankenhauses sind bereits verschiedene automatisierte Systeme im Einsatz, die bei alltäglichen Aufgaben unterstützen. Beispielsweise werden die Temperaturen beim Reinigungsprozess des Geschirrs aufgezeichnet, um ausreichende Erhitzungstemperaturen für eine Abtötung von krankheitserregenden Mikroorganismen nachweisen zu können. Im digitalisierten HACCP-System werden diese Temperatur-Zeit-Verläufe automatisch dokumentiert. Bei einer Grenzwertabweichung wird das zuständige Personal umgehend alarmiert. Auch die Temperaturüberwachung der Kühlräume wurde bereits digitalisiert, um die Einhaltung der Lagertemperaturen sicherzustellen.

Die FEK-MED Krankenhaus-Service-Gesellschaft mbH, die unter anderem die Patienten-Verpflegung übernimmt, setzt auf eine Lösung der Software „Orga Card“. Dieses Programm stellt dem Verpflegungspersonal Identifikationsdaten (Name, Raum- und Bettnummer etc.) sowie ernährungsbezogene Daten für die täglichen Essensbefragungen bereit. Im Rahmen dieser Befragungen werden die individuellen Bestellungen der Patient*innen für den Folgetag direkt vom Pflegepersonal über mobile Endgeräte im System eingetragen. Dabei werden sowohl ernährungsbezogene Anordnungen der Ärzt*innen (z. B. verordnete Schonkost-Ernährung) als auch angegebene Allergien/ Unverträglichkeiten in die Essensauswahl einbezogen.

So kann die Verpflegung optimal auf die Bedürfnisse der Patient*innen abgestimmt werden. Dazu kommen allgemeine Vorteile wie eine bessere Planbarkeit von Ressourcen sowie eine erhöhte Transparenz und Kundenzufriedenheit. Die Potenziale des verwendeten Systems werden bei den Mitarbeitenden positiv aufgenommen, nicht zuletzt auch wegen einer guten Einbindung der Kollegen in die Planungs- und Umsetzungsprozesse solcher Digitalisierungsprojekte am FEK.

Neben der digitalen Essensbefragung arbeitet das Krankenhaus aber auch in anderen Bereichen an modernen Lösungen. Zukünftig soll z. B. die Notaufnahme durch das Einführen von Videosprechstunden entlastet werden. Dieses Thema wird im Rahmen eines zweijährigen Förderprojektes bearbeitet. Vergangene Projekte wie die Einführung eines IT-gestützten Pflegeprozessmanagements haben gezeigt, dass Mitarbeiter*innen und Patient*innen gleichermaßen durch eine Arbeitserleichterung und Qualitätsverbesserung profitieren.

Autor

Justin Stefan
Technologie, Nachhaltigkeit

Justin Stefan
Telefon: 04321 601 55