Digital Challenge 2019: Hinter den Kulissen

Marcus Westphal und Nikolas Knickrehm sind die Organisatoren hinter der diesjährigen Digital Challenge. Wir haben sie gefragt, was sie besonders spannend fanden und welche Art von Unternehmen sie gern einmal bei der Challenge dabeihaben würden.

Es gibt ja inzwischen eine ganze Menge Events, die sich mit Digitalisierung beschäftigen. Was macht die Digital Challenge so besonders?

Klar, Events zur Digitalisierung gibt es eine Menge, aber die meisten sind auf wenige Akteure und Standorte begrenzt. Die Digital Challenge ist besonders, weil sie hochschul- und standortübergreifend Studierende und Vertreter aus der Wirtschaft zusammenbringt.

Wenn man sich die teilnehmenden Unternehmen ansieht, dann haben viele davon schon mit ihrer digitalen Transformation begonnen. Was können solche Unternehmen bei der Digital Challenge mitnehmen?

Frischen Wind. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und wenn man dann krampfhaft versucht etwas zu erreichen, klappt es meist nicht. Möglicherweise hat man schon einen konkreten Plan ausgearbeitet und begonnen diesen umzusetzen. So ensteht eine gewisse Pfadabhängigkeit und man verpasst, was links und rechts passiert. Da kann es helfen, wenn jemand fachfremdes einfach mal einen kreativ, naiven Blick auf alles wirft und sich völlig unbescholten des Problems annimmt.

Ihr seid die beiden Organisatoren hinter der Digital Challenge 2019. Wie habt ihr sie erlebt?

Ich denke, im Vorfeld hat jeder bei der Vorbereitung seine ganz eigene Challenge bestritten. Bei einer Veranstaltung, die eine Woche lang läuft und drei Events beinhaltet, muss natürlich im Vorfeld sehr viel geregelt werden. Da haben das Mailaufkommen und der Arbeitsaufwand schon spürbar zugenommen. Jetzt, wo alles läuft, ist es schön zu sehen, dass sich die Mühe gelohnt hat.

Was waren für euch prägende Momente?

Kurz vor dem Ende eines Projektes wird es immer stressig, weil viel zusammenkommt. Da baut man eine Resilienz auf und reagiert gelassener auf andere kleine und mittelgroße "Katastrophen". Wenn man zum Beispiel zwei Tage vor der Veranstaltung in einem Nebensatz erfährt, dass in der Location keine Stühle vorhanden sind. Oder wenn ein Tag vor der Veranstaltung die Buchung der Location nochmal in Frage steht, dann akzeptiert man die Umstände und versucht die Probleme zu lösen, ohne den Kopf zu verlieren. Und wenn dann erstmal alles läuft und man sieht, dass alles aufgeht, entschädigt das für die Strapazen.

Welche Art von Unternehmen würdet ihr persönlich als Teilnehmer der Digital Challenge spannend finden?

Schwer zu sagen. Grundsätzlich ist jedes Unternehmen ein einzigartiges Gebilde und damit per se spannend, da sich je nach Unternehmen und Struktur unterschiedliche Aufgabenpakete ergeben, die mal mehr mal weniger offensichtlich sind.

Traditionsunternehmen sind immer sehr spannend, weil sie auf eine lange Unternehmenshistorie zurückblicken und es stets geschafft haben, sich zu behaupten oder neu zu erfinden. Aus dem Erfahrungsschatz kann man selbst noch etwas mitnehmen.

Für mich persönlich wäre es vielleicht ein Unternehmen, dessen Geschäftsmodell bereits aus der digitalen Transformation hervorgegangen ist. Nicht mehr, wie kann man die digitale Transformation implementieren, sondern wie kann man sie komplett neu denken. Einen Schritt weiter eben. Das würde ich persönlich als Herausforderung spannend finden.