Anwendungsszenario Lebensmittelproduktion: Wareneingang und -bereitstellung

  • Expertise

Alle benötigten Rohstoffe und Verpackungen werden beim Wareneingang entgegengenommen. Bei der Annahme muss geprüft und erfasst werden, ob die korrekte Ware in gewünschter Menge geliefert wurde. Im Anschluss müssen die benötigen Rohwaren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort im Produktionsbereich bereitgestellt werden.

Die Verwendung von handlichen Scannern und einem geeigneten Warenwirtschaftssystem helfen dabei, das Erfassen eingehender Waren zu vereinfachen. Zudem wird die Bereitstellung von Waren für die Produktion mit Hilfe intuitiver Entnahmeanweisungen vereinfacht.

Herausforderung: Wareneingang

In den meisten kleineren Unternehmen werden eingehende Waren händisch erfasst. Dabei wird die Ware manuell gesichtet und auf Korrektheit sowie Vollständigkeit überprüft. Gleichzeitig werden relevante Angaben wie Eingangsdatum und -uhrzeit, Chargen- und Artikelnummern sowie Produktmengen händisch auf Papier dokumentiert und mit den Vorgaben verglichen. Das analoge Erfassen sowie Prüfen der Waren ist im Vergleich zur digitalen Alternative gleichermaßen zeitaufwendig und fehleranfällig.

Die Lösung

Im Wareneingang bietet sich der Einsatz von Bar- und QR-Code-Scannern an. Die eingehende Ware wird in der Regel mit eigenen Etiketten des Lieferanten bereitgestellt. Ein Scan der dort aufgedruckten Barcodes kann das sonst händische Abgleichen erleichtern oder sogar vollständig ersetzen. Ob es sich um die korrekte Ware handelt, wird mithilfe des gescannten Codes sowie des im Warenwirtschaftssystem hinterlegten Codes geprüft. Eine Abweichung löst eine Fehlermeldung aus und die Ware wird automatisch gesperrt.

Herausforderung: Warenbereitstellung

Soll die Ware im jeweiligen Produktionsbereich bereitgestellt werden, erfolgt dies häufig mit einer Liste auf Papier. Die verantwortliche Person geht mit dieser Liste durch das Lager und holt sich alle benötigten Waren. Dieses Vorgehen ist relativ flexibel und günstig, bringt aber auch Nachteile mit sich. Ist die Liste nicht aktuell bzw. liefert nicht alle Informationen, kommt es zu Fehlern. In größeren Lagern sowie bei weniger erfahrenem Personal ist es zudem denkbar, dass die benötigte Ware erst gesucht werden muss. Die Produktivität beim Bereitstellen ist entsprechend geringer.

Die Lösung

Bei der Warenbereitstellung bieten sich beleglose Kommissionierverfahren an. Informationen wie Artikel- und Chargennummer, Lagerstellplatz, benötigte Menge und Zielort sind in einer Art digitalen Einkaufsliste angegeben. Diese Liste kann zum Beispiel auf einem mobilen Barcode-Scanner oder digitalen Tablet angezeigt werden. Solche mobilen Endgeräte lassen sich komfortabel mit ins Lager nehmen. Sie sind drahtlos mit dem EDV-System verbunden und zeigen stets die aktuellen Informationen an. Ist ein Artikel für die Produktion bereitgestellt, wird dieser abgehakt. Sowohl im Wareneingang als auch bei der Kommissionierung ermöglicht der Einsatz mobiler Scanner das Ein- und Ausbuchen im Warenwirtschaftssystem. Eine genaue Verfolgung der Waren wird so von Beginn an im Unternehmen ermöglicht.

Sobald die Kundenbestellung eingeht, schlägt das ERP-System einen genauen Plan für die Produktion vor. Selbstverständlich sind hier noch Feinjustierungen möglich. Werden alle Anforderungen für eine Produktion erfüllt, wird eine Auftragsbestätigung für die Kund*innen und ein Produktionsauftrag für alle betroffenen Produktionsbereiche ausgelöst.

Der Nutzen

  • Erhöhte Produktivität dank durchgeplanter Laufwege
  • Geringere Fehlerwahrscheinlichkeit bei ähnlichen Artikeln
  • Geringerer Kontrollaufwand
  • Rückverfolgbarkeit aller im Betrieb verwendeten Waren ab Wareneingang

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