Agile Tools #03 - Die Retrospektive

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Die Retro ist ein Teil der Methode SCRUM, kann aber auch unabhängig davon genutzt werden, um die Teamarbeit sowie die Prozesse im Unternehmen kontinuierlich zu verbessern.

Was ist eine Retrospektive?

Bei einer Retrospektive werden in regelmäßigen Abständen die vergangenen Arbeiten und Prozesse reflektiert, um sich stetig weiterzuentwickeln und zu verbessern. Dabei werden wertvolle Erfahrungswerte generiert. Zudem fördert eine Retro die Feedbackkultur und verbessert das Zusammenspiel im Team.

Wo kann man eine Retro anwenden?

Eine Retro eignet sich besonders gut dafür, eine agile Organisation einzuführen und selbstorganisiertes Arbeiten zu fördern. Das regelmäßige Meeting etabliert einen offenen Austausch und eine gelebte Fehlerkultur. Teammitglieder lernen voneinander und erhalten ein besseres Verständnis für die Aufgaben, aber auch die Fähigkeiten des jeweils anderen. Das reduziert Frust und Missverständnisse. Gemeinsam werden Maßnahmen entwickelt, um den Weg zum Ziel als Team effektiv zu erarbeiten.

Wie sieht eine Retro aus?

Eine Retro kann unterschiedlich gestaltet werden. Eine Inspiration für verschiedene Spiele und Methoden finden Sie auf retromag.org. Die Retrospektive sollte alle zwei bis sechs Wochen stattfinden und zwischen ein bis drei Stunden dauern. Moderiert wird das Treffen entweder von einer außenstehenden Person (z.B. einem SCRUM-Master) oder durch die Teamleitung.

Worauf muss bei einer Retro geachtet werden?

Der Moderator setzt die Rahmenbedingungen, mischt sich aber selbst nicht mit einer eigenen Meinung in die Gespräche ein. Denn das Team steht im Mittelpunkt und soll voneinander lernen. Auch die Gestaltung des Raumes ist entscheidend für den Erfolg einer Retro. Er muss so hergerichtet sein, dass die Teammitglieder gut miteinander arbeiten können. Am Ende der Retro sollten immer konkrete Beschlüsse stehen, wie neuen Erfahrungen in den Arbeitsalltag eingebracht werden können.

Autorin

Jessica Kordouni
Öffentlichkeitsarbeit

Jessica Kordouni

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