Vom Lego in die Realität – Warum Sensoren und Industrie 4.0 zusammengehören

Die vollautomatische Lego-Produktionslinie bietet vielfältige Möglichkeiten, Aspekte der Digitalisierung in die Praxis zu übertragen. Foto: Justin Stefan

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Kiel bietet vielfältige Angebote, um kleine und mittelständische Unternehmen optimal bei der Digitalisierung zu unterstützen.

Im Sinne von Industrie 4.0 ist es unerlässlich, Daten in sämtlichen Stufen der Wertschöpfungskette zu sammeln, um alle Prozesse auf einer digitalen Ebene abbilden zu können. Der Einsatz verschiedenster Sensoren stellt also eine wichtige Grundlage für eine ausreichende Datenaufzeichnung und somit die Umsetzung von Industrie 4.0-Aspekten dar.

Obwohl digitale Lösungen oft komplex und aufwendig erscheinen, können schon kleine Einbindungen einen großen Vorteil für das eigene Unternehmen bringen. Und ist die digitale Grundlage durch Sensorik erst einmal geschaffen, können darauf aufbauend vielfältige Lösungen und Verbesserungen im Betrieb vorgenommen werden, die langfristig einen unternehmerischen Nutzen erzielen.

In der Veranstaltung „LabTour1 Lebensmitteltechnik - Sensoren im Herstellungsprozess“ lagen die „Sinnesorgane“ der Lebensmittelproduktion im Fokus. 14 Unternehmen nahmen am 1. März 2019 an dieser LabTour teil, um mehr über das Thema Sensorik im Rahmen der Digitalisierung zu erfahren und Anwendungsbeispiele demonstriert zu bekommen.

Nach einer kurzen Einleitung in das Thema „Sensorik in der vierten industriellen Revolution“ wurden die wichtigsten Funktionsprinzipien von Sensoren sowie potenzielle Einsatzbereiche erläutert.

Darauf aufbauend haben die Teilnehmer konkrete Anwendungsbeispiele aus der Lebensmittelbranche kennengelernt – erst mit der automatisierten Produktionslinie aus Lego Mindstorms, dann im „realen“ Produktionsumfeld des KIN-Technikums.

Neben bestehenden Anwendungsmöglichkeiten wurden auch innovative Technologien der 4. industriellen Revolution im Zusammenhang mit Sensorik vorgestellt, denn besonders hier kommen regelmäßig neue Lösungen auf den Markt.

Da die Auswahl geeigneter Sensor-Lösungen mit vielen Fragen verbunden ist, wurde den Teilnehmern ein speziell dafür entworfener Leitfaden vorgestellt – mit hilfreichen Praxistipps für alle Entscheider über Sensorik-Anwendungen.

Zum Schluss bekamen die Unternehmen einen zusammenfassenden Einblick über die Potenziale, Herausforderungen und Lösungen der Sensor-Einbindung.

Besonders für Neulinge der Digitalisierung bot diese Veranstaltung einen Einblick in die technischen Möglichkeiten, die die Digitalisierung mit sich bringt sowie die Möglichkeit, den umfangreichen Kosmos der Sensoranwendung kennen zu lernen. Hier traf vor allem die Einbindung von Lego auf großes Interesse, weil der Transfer technischer Lösungen von Lego in die Praxis gut darstellbar und einfach erklärbar ist. Dieses Konzept wird darum teilweise auch in den noch folgenden Seminaren zur anschaulichen Anwendung genutzt.

1Das Format der „LabTours“ ist insgesamt auf die anwendungsorientierte Demonstration digitaler Lösungen ausgerichtet – hier liegt die Darstellung konkreter Einsatzmöglichkeiten im Vordergrund.

Autoren: Yvonne Spethmann und Justin Stefan